queering of age
Relaxed Performance
- 25.02.2026 20:00–21:00 Uhr
Kostenlose Veranstaltung
Ab 16 Jahren, insbesondere queere oder neurodivergente Personen
queering of age lädt dazu ein, autofiktionale Texte, Erinnerungen und Reflexionen über queeres Aufwachsen in den 1990er, 2000er und 2010er Jahren in Westdeutschland und im Süden Brasiliens zu erleben. Zwischen Teenager-Zeitschriften, Popmusik und Filmzitaten entstehen erzählerische Räume über Begehren, Selbstentwürfe und Unsichtbarkeit.
feige glanz & fervor arbeitet an der Schnittstelle von Text, Raum und Erinnerung, mit Fokus auf queeren Perspektiven und intersektionaler Zugänglichkeit. Das Kollektiv wurde von den Theatermacher*innen Cosmo Glanc, Mareike Fiege und Marina Fervenza gegründet, die sich im Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum kennengelernt haben. Mit den Mitteln von Textarbeit, Schauspiel, Sozialer Arbeit und Literatur vereinen die Theatermacherinnen verschiedene Körperlichkeiten, kulturelle Hintergründe und Sprachen – auch künstlerisch. Popkultur und Queerness prägen ihre Ästhetik, Freund*innenschaft und Neugier motivieren ihre Prozesse.
Performance, Regie, dramaturgische Komposition: Marina Fervenza, Mareike Fiege und Cosmo Glanc
Bühne- und Kostümbild, Inside Eye: Dženny Samardžić
Produktion: feige glanz & fervor
Technische Betreuung, Sound Design, Outside Eye: Vito Oliveira Azevedo
Social Media, Grafik: Liz Saari Pfannenschmidt
Dramaturgische Beratung: Rika Sakalak
Awareness: Club Care Crew
Beratung Relaxed Performance: Lea Gockel
Weitere Vorstellungen:
Wichtige Hinweise:
RELAXED PERFORMANCE: Das Stück ist als Relaxed Performance gestaltet – das heißt: Du darfst dich bewegen, rausgehen, wieder reinkommen, sitzen, liegen oder stehen – so, wie es für dich passt.
- Du kannst zwischen Stühlen, Sitzsäcken, Yogamatten oder Kissen wählen.
- Early Boarding: Etwa 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn könnt ihr den Bühnenraum betreten, euch in Ruhe umsehen, Fragen stellen oder euch schon einen Platz suchen.
Bei jeder Vorstellung ist ein Awareness-Team vor Ort, das dich unterstützt, wenn du etwas brauchst.
- Es gibt eine Infomappe, in der alle sensorischen Reize (z. B. Licht, Sound, Kostüme) und alle Content Notes stehen.
- Es gibt einen Rückzugsort im Foyer, falls du eine Pause brauchst.
- Das Stück ist nicht interaktiv – du kannst einfach schauen, hören und da sein.
queering of age möchte einen Raum schaffen, in dem jede Person auf ihre eigene Weise da sein darf.
Hinweise Inhalt:
Szenen beschäftigen sich mit
• Entfremdung zur sogenannten Herkunftsfamilie
• dem Gefühl, zwischen zwei kulturellen Welten zu leben
• Internalisierte Schamgefühle im Bezug zum eigenen Queersein
• explizite sexuelle Handlungen wie z.B. Küssen werden beschrieben und Erfahrungen damit geteilt
Thematisiert wird:
Transfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit, Gay panic, Late bloomer-Dasein
In einer Szene wechseln die Performer*innen das Kostüm im hinteren Bereich der Bühne. Sie sind in diesem Moment kurz unvollständig bekleidet.
Die Performance thematisiert Mastektomie im Kontext von Trans-Sein. In einer Szene zeigt ein:e Performer*in their Post-Mastektomie-Oberkörper.
Sprachkenntnisse in Englisch und brasilianischem Portugiesisch sind nicht notwendig.
Sensorische Hinweise:
Visuelle Reize
• Lichtwechsel sind eher langsam und mit weichen Übergängen von hell zu dunkel oder umgekehrt.
• Der Fernseher im Bühnenbild zeigt teilweise Videofilme und manchmal Störsignale mit langsam pulsierendem Effekt.
• Es gibt Szenen, in denen ein Video auf das Bühnenbild projiziert wird, die mit Handkamera gefilmt sind und leicht wackeln.
• Es gibt in der zweiten Hälfte des Stückes eine Projektion, die wie schimmerndes Wasser wirkt.
• Es gibt Szenen, in denen die Bühne nur indirekt durch Videoprojektionen oder Lampen auf der Bühne beleuchtet ist.
• In einer Szene ist die Bühne kurz sehr dunkel.
• In einer Szene gibt es für einen Moment leicht pulsierende bunte Lichter.
Akustische Reize
• plötzliches Singen von Popsongs, einmal ohne Musik-Intro, oft mit musikalischem Intro
• slow-Motion-Soundeffekt wie im Film
• Es gibt Szenen, in denen die Performer*innen sprechen, während Musik läuft
• Rascheln von Plastikverpackungen und Kaugeräusche kommen vor
• in einer Szene wird mit Süßigkeiten oder Pizza im Mund gesprochen
• Wenn die Bühnenelemente benutzt werden, kann es knarzende, quietschende Geräusche geben.
• Es gibt in der zweiten Hälfte eine Szene mit tropfenden Geräuschen im Hintergrund
Interaktion/Erwartung ans Publikum
• Das Publikum wird manchmal angesprochen, darauf wird keine Antwort oder Reaktion erwartet.
• Es gibt Momente, in denen Anregungen gegeben werden, z.B. sich am Platz zu bewegen oder die Augen zu schließen; dies ist kein Muss.
Veranstaltungsort
Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Straße 33–37
44135 Dortmund
FHH Café
Ansprechpartner*innen
feige glanz & fervor
Veranstalter*innen
feige, glanz & fervor
Gefördert im Rahmen von west off 2024 — Theaternetzwerk Rheinland durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kulturämter der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln, sowie im Rahmen von KUNST.DIVERS, ein Programm des Kulturbüros Dortmund.


